Der Sozialdarwinist Nikolai Wassiljewitsch fordert den faulen Beamten und ehemaligen Philosophiestudenten Iwan Andrejitsch Lajewskij zum Duell.
Die Streitigkeit soll am frühen Morgen ausgetragen werden. In der Nacht findet Lajewskij keinen Schlaf und sinnt über sein vertanes Leben nach. Er hat eine verheiratete Frau mit falschen Versprechungen ihrem Mann abgejagt und auch ihr Leben ins Chaos gestürzt, von seinem Freund Dr. Samoilenko hat er sich Geld geliehen, das er nicht zurückzahlen kann.
Und während all dieser Gedanken laufen die Duellvorbereitungen unerbittlich ab.
»Ich bin ein leerer, nichtiger, heruntergekommener Mensch! Die Luft, die ich atme, diesen Wein, die Liebe, mit einem Wort mein ganzes Leben habe ich mir bis zum heutigen Tag um den Preis von Lüge, Faulheit und Kleinmut gekauft. Bis heute hab’ ich die anderen und mich selbst betrogen, ich habe darunter gelitten, und meine Leiden waren billig und schlecht. Vor Korens Hass beuge ich scheu den Rücken, weil ich zuzeiten mich selbst hasse und verachte.«
Null Papier Verlag
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Grož. ir negrož. literatūra